Heute kommt nun mein zweiter und letzter Beitrag im Rahmen unserer Blogtour Vayas Töchter „Amazonen Allianz“ von Lara Kalenborn

 

autoreninterview

 

 

Liebe Lara ich bedanke mich für deine Zeit und Mühe dir meine Fragen anzusehen und zu beantworten.
Gerne, liebe Karin, ich freue mich!
Bereits bei unserer ersten gemeinsamen Blogtour zu Band 1 „Emilias Gift“, hat dich ja unsere wunderbare Shari interviewt und wer das versäumt hat, sollte unbedingt ihr Interview mit dir hier bei  Frl_wundervoll’s welt nachlesen.
Ja, stimmt, da habe ich unserer Navigtorin Soraya Rede und Antwort gestanden.

Du weißt ja, dass ich deine Art zu schreiben sehr liebe und es auch bewundere wie du zwischen den Genres jonglierst. Womit wir auch schon bei meiner ersten Frage wären:
  1. Hast du dich in deinen Anfangszeiten als Autorin eigentlich auf ein bestimmtes Genre festgelegt oder waren da schon so viele verschiedene Geschichten in deinem Kopf, die unbedingt zu Papier gebracht werden wollten?
Mein Heimat-Genre ist ganz ohne Zweifel die Fantasy. Mein Erstling, Xamira, ist eine High-Fantasy-Geschichte und eigentlich sind alle Geschichten, die in meinem Kopf herumgeistern, mit sehr viel Magie durchwoben. Aber ich habe mit meiner Freundin Juliane im Jahr 2013 ein Experiment gewagt. Zusammen mit ihr habe ich mich an den ersten Jugendroman ganz ohne Fantasy-Elemente gewagt und durch die Team-Arbeit habe ich entdeckt, wie viel Spaß es macht, mal ohne die Möglichkeit ins Magische auszubrechen zu erzählen. Dabei ist der Feenfuchs entstanden, quasi der Startschuss für die Liebesromane aus meiner Werkstatt (Pfälzische Liebe).
Du bist ja „Ruhrpottlerin“ und deine Amazonen Dystopie spielt auch in Essen.
  1. Wie kam es, dass deine wunderschönen, aber auch mordlustigen Amazonen ausgerechnet in Essen leben? Jeder Leser würde doch erwarten, dass Amazonen und Skythen in einer Fantasiewelt leben und kämpfen.
Richtig, Vayas Töchter lieben und leiden hier in meiner Heimatstadt. Wenn mir Buchideen einfallen, dann habe ich meistens eine erste Szene im Kopf. Dazu gehört meistens eine oder zwei Figuren, die sich bereits durch ein wichtige Charaktereigenschaft auszeichnen. Die Szene, die ich von meinen Amazonen als erstes im Kopf hatte, was Emilia, die sich in ihrem unter der Stadt verborgen liegenden Labor gegen das Gift ihrer gezüchteten Spinne immunisiert. Es stand also von Anfang an für mich fest, dass Vayas Töchter im Untergrund einer Stadt der Menschen leben. Dass ich dabei in Deutschland bleibe, folgt einer bis jetzt vorhandenen Linie meiner Urban-Fantasy-Geschichten: Alle Bücher, die noch in meinen Schubladen Schönheitsschlaf halten, spielen in den verschiedenen Regionen Deutschlands.
  1. Gibt es eigentlich auch negative Stimmen zum Schauplatz deiner „Vayas Töchter“ Bücher? Ich kann mir vorstellen, dass manche Essener nicht ganz so begeistert sind, wenn ihre Heimatstadt im Zentrum einer beinahe zerstörten Welt, wie wir sie kennen, steht.
Negative Stimmen habe ich gerade von Essenern bisher nicht bekommen. Wir Ruhrpottler sehen ja auch im Zerfall und in urbaner Struktur Schönheit – daher fühlt sich wohl kein Essener auf den Schlips getreten, wenn ich hier und da ein wichtiges Gebäude einstürzen lasse 😉
Allerdings ist es wohl so, dass sich einige schwer damit tun, dass ich Deutschland für das Setting gewählt habe. Vielleicht fiele es manchen leichter, wenn ich in einer Welt erzählen würde, die weiter von der Heimat entfernt liegt – Übersee vermutlich.
Wie du weißt liebe Lara liebe ich ja „Sisu“ die Skythenprinzessin und finde auch die Lebensweise der Skythen faszinierend. Ich stelle es mir toll vor wie Sisu die Kraft des Südwindes in mir zu spüren und mit den anderen Winden gemeinsam zu agieren.

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Oh ja, Sisus Fähigkeiten und ihr Familienleben wären auch genau mein Ding. Aber auch die Clans befinden sich im Krieg. Daher ist es nicht alles Gold, was glänzt …
  1. Schon bei „Emilias Gift“ habe ich mich gefragt, wer diese Skythen sind und ob es einen historisch belegten Hintergrund dazu gibt. Magst du uns vielleicht etwas zu ihnen erzählen?
Die Skythen waren ein Reitervolk in der Eurasischen Steppe. Ich habe sie als geschichtliche Grundlage gewählt, mich dann jedoch von der vergangenen Realität entfernt, um zum Beispiel meine zerstrittenen Gottheiten Efesan und Revestan einzuführen, deren Existenz ja erst die Amazonen ermöglicht hat: Efesan tötete Revestan, ohne seinen regulierenden Bruder an seiner Seite, begann der Kriesgott unter seinem Volk zu wüten. Vaya, die Urmutter der Amazonen, geriet in seine Fänge. Daraus gingen die drei ersten Amazonen hervor. Karsineta, Galiba und Silanit – mit Rachewünschen angefüllte Halbgöttinnen … Von da an radikalisierten sich die Skythen, denn die Amazonen forderten schnell und eisern große Opfer von den Skythen, die Efesan treu bleiben wollten. Während die Efesans und Amazonen sich so in einen Jahrhunderte währenden Krieg hineinkatapulierten, traten die Revestans einen Schritt zurück und beobachteten, wie sich die militärischen Strukturen immer tiefer in die einstige Freiheit der Steppenreiter hineinfraß. Sie begannen erste Schläge gegen die strikte Hand des durch Efesan benannten Herrn der Skythen zu vollführen und gleichzeitig hielten sie die Amazonen auf Abstand. Die drei Fronten verhärteten sich über die Jahrhunderte, die Kriegsschauplätze verschoben sich, bis wir im Hier und Jetzt, im Ruhrgebiet ankommen, um das Leben von Emilia Belladram zu verfolgen …
  1. Bei den Amazonen wissen wir ja aus den Sagen und Mythologien, dass es sie wohl tatsächlich gegeben hat. Sie werden ja immer als schöne Kriegerinnen geschildert, aber nie derart mordlustig und wütend wie in deinen „Vayas Töchtern“. Was hat dich dazu inspiriert, diese Dytopie auf ihnen aufzubauen?

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Ich habe sehr viele Fantasy-Reihen gelesen, in denen sich machtvolle, männliche Wesen zusammengeschlossen haben, um Abenteuer zu bestehen und die Liebe zu finden. Mir fehlte da einfach eine Buch-Reihe, in deren Zentrum eine Gemeinschaft machtvoller, weiblicher Wesen agiert. In meinem Germanistik-Studium bin ich häufig über die Amazonen-Legenden gestolpert. Das passte einfach perfekt für mich zusammen ❤
Wer jetzt allerding glaubt, deine Bücher bestehen nur aus Zerstörung, Mord, Wut, Kampf …. der irrt gewaltig. Denn mein absolutes Lieblingsbuch von dir ist ja „Der Mann aus Stein“, der zweite Band deiner „Pfälzischen Liebe“. (Foto von der Autorin)

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  1. Magst du uns ein bisschen was zu Paula und Kalle erzählen, ohne zu viel von dieser wunderschönen Geschichte zu verraten?
Paula ist ein sanftes Wesen, das sehr sensibel auf ihre Umwelt reagiert. Dass sie von den Frauen aus ihrem Dorf sehr viele Repressalien ertragen muss, ist daher besonders schlimm. Für ihren Sohn Jonathan bleibt die alleinerziehende Illustratorin aber stark.
Dann kommt ein neuer Steinmetz ins Dorf und wie es das Schicksal will, grenzt seine Werkstatt an Paulas Garten. Sie sehen sich und vom ersten Moment an ist klar, dass sie mehr für einander empfinden könnten.
Paula, die durch viele Schicksalsschläge geprägt ist, kann sich aber nicht in ihre Gefühle für den starken, einfühlsamen Mann fallen lassen. Dabei drehen sich doch all ihre Gedanken nur noch um den wie aus Stein gemeißelten Steinmetz …
Ach, ich liebe die beiden ❤
Auch der erste Band „Ein Macho als Muse“ deiner „Pfälzischen Liebe“ ist äußerst unterhaltsam und hat mich zum Schmunzeln, aber auch zum Kopfschütteln gebracht.
Oh, da frag ich mich aber jetzt, wann was angesagt war 😀
  1. Dürfen wir uns auf einen dritten Band freuen und wenn ja, kannst du uns schon etwas darüber verraten? Ist er noch in deinem Kopf oder gibt es sogar schon ein Manuskript dazu?
Ich schreibe gerade an Teil 3. *juuhuu* Hm, was kann ich denn darüber verraten? Also, es wird wieder schön viel knistern, es gibt dieses Mal Hufgetrappel und wenn ich an den Helden denke, dann bin ich schon sehr, sehr gespannt, wessen Herzen er höher schlagen lassen wird ❤ ❤ ❤
Wiederum etwas ganz anderes ist ja dein Jugendbuch „Feenfuchs und Feuerkuss“, das ja als Gemeinschaftsprodukt mit einer befreundeten Autorin unter dem Pseudonym Lariane Westermann erschienen ist. Obwohl es ja auf den ersten Blick eine Geschichte für junge Leser ist, bin ich sicher viele erwachsene Leser, vor allem Pferdefreunde, werden davon begeistert sein.
Ja, wie sich herausgestellt hat, ist unsere Zielgruppe gar nicht ausschließlich aus Jugendlichen zusammengesetzt. Die meisten unserer Feenfuchs-Leserinnen tauchen mit dem Pferderoman noch einmal ein in die Vergangenheit, die sie am Stall oder auf dem Pferderücken verbracht haben. Auch viele Leserinnen, die gerne „First-Love“-Bücher genießen, sind darunter.
  1. Luisa liebt ja ihr Pferd Ophelia über alles, das sie zu verlieren droht. Bist du auch Pferdeliebhaberin und vielleicht auch Reiterin? Wenn ja, wieviel Luisa steckt ihn dir? (Foto der Autorin)

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Ich bin mein Leben lang geritten, hatte sogar das Glück ein eigenes Pferd zu haben. Aber mit der Geburt meiner Tochter in 2015 hat sich das gewandelt. Ich verzichte gerade auf meine Reiterinnen-Seite und hoffe, dass ich mich in ein paar Jahren schnell wieder in den Sport einfinden werde. Aber vorher stehen noch einige andere Sachen im Vordergrund.
Ich persönlich finde es ja etwas schade, dass dieses Buch nicht unter deinem Namen „Lara Kalenborn“ erschienen ist.
  1. Wird es zum „Feenfuchs“ noch eine Fortsetzung geben und dann vielleicht mit deinem Namen?
Ja, ich finde es mittlerweile auch nicht mehr so gut. Denn durch das Pseudonym geht der Feenfuchs oft unter. Eine Fortsetzung könnte es geben, aber gerade stehen andere Projekte an der Spitze J
Wir als deine Crew wissen ja, dass hinter unserer liebenswürdigen Lara mehr steckt als eine begabte Autorin. Du bist ja auch noch Ehefrau und Mama, letzteres ja mit großer Begeisterung und Stolz auf deine süße Tochter.
  1. Wie schaffst du es im Alltag alles unter einen Hut zu bringen, jedem gerecht zu werden und trotzdem dir auch genügend Zeit einzuräumen, um an deinen Büchern zu schreiben?
Vielen Dank für die lieben Worte, Fauchi ❤ Ja, ganz aktuell ist unser Wirbelwind in einer turbulenten Phase, sie wird bald zwei und hat schier unbegrenzte Energie. Da merke ich oft, dass ich abends am liebsten auf die Couch fallen würde. Aber die Leidenschaft zu Schreiben wiegt dann meist schwerer und ich setze mich an den PC. Dann feile ich meist bis 23h an meinen Geschichten. Manchmal bekommt man aber zu spüren, dass es doch schwierig ist, alles unter einen Hut zu bekommen. Autor-Sein, damit ist man nie, nie fertig … J
Abschließend möchte ich natürlich gerne wissen, welche Zukunftspläne du gerade schmiedest? Gibt es da etwas Besonderes, das dir sehr am Herzen liegt? Worauf dürfen deine Leser sich in nächster Zeit freuen? Wir hoffen natürlich alle auf neues Lesefutter und sind sehr neugierig, ob du da schon etwas in petto für uns hast. (Weihnachten kommt ja bald, also die perfekte Gelegenheit um sich eines deiner Bücher schenken zu lassen.)
Die Zukunft ist mit ganz viel neuem Lesefutter gefüllt J Ich schreibe aktuell mit einer Kollegin an einer New Adult Reihe – eine süße Protagonistin rettet den sturen Helden 😉 Und dann befinde ich mich noch mit zwei Kolleginnen mitten in einem Mammutprojekt: High Fantasy mit einer wundersamen neuen Welt. Darauf freue ich mich wie Bolle, aber gerade letzteres wird noch etwas dauern. Hier mache ich mal einen Strich, denn das ansonsten noch Geplante würde hier wohl den Rahmen sprengen.
Liebe Lara, ich möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich bei dir bedanken, nicht nur für deine tollen Bücher, die ich lesen darf, sondern vor allem für deine Herzlichkeit, deine liebenswürdige Art und deine Freundschaft, die du uns Crewmitgliedern schenkst.
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Liebe Karin, es ist mir eine große Freude, mit euch zusammen zu arbeiten. Unsere Crew ist einfach toll, vor allem, weil wir den besten Drachen der Sieben Weltmeere haben ❤

 

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