Und schon kommt der 3. Teil meines Autorentages von Marco Martinez und seinem Roman „Die Wohnung“. 

 

L E S E P R O B E

 

Hier könnt ihr einen kleinen Ausschnitt aus dem Roman nachlesen, ihr findet ihn im Buch auf den Seiten 139 und 140

 

Der kleine Junge saß verloren auf der Schaukel und lehnte sich mit seinem Kopf gegen die Kette, die sie hielt. die Toten begannen auf die rufe zu reagieren. Sie drehten sich zur Wohnanlage und setzten sich in Bewegung, um das Feld zu überqueren. Der still sitzende Junge schien plötzlich uninteressant zu sein.   


David fühlte sich nun sicher genug, um über den Maschendrahtzaun zu klettern. Er rannte diel letzten Meter über die wiese, warf die Aluminium Stange über den Zaun und kraxelte drüber. Langsam und leise, flüsterte er dem Jungen zu: „Kleiner, alles in Ordnung? Bist du verletzt? Komm. Ich nehme dich mit. Du musst aber ganz leise sein.“ David wollte den Jungen huckepack nehmen. Er drehte sich mit dem Rücken zu ihm und sagte in lockerem Ton, er solle aufspringen. Der Junge hatte einen schweren Schock und nahm David noch nicht einmal wahr. Die ganze Nacht sah er in die Gesichter der Toten. Die andere Seite spiegelte sich in ihren leeren Augen. Er sah die tiefen der menschlichen Abgründe und konnte sich nicht mehr losreißen. David versuchte es, indem er ihn an der Hand nahm. Der Junge schrie vor Angst los, als wäre David einer der Toten, die ihn mit sich in die Hölle zerren wollten. Ein paar der Toten blieben stehen. Sie folgten nicht mehr den rRn ihn wieder interessant. David ebenso. Drei Tote stapften in Richtung Wohnanlage. Die sieben übrigen machten nach der Hälfte des Weges kehrt.

David schüttelte den Jungen. Er schlug ihn sogar, um ihn aus seinem Albtraum zu wecken. Dann kam er zu sich. David schnappte sich die Aluminium Stange und befahl dem Jungen, sofort auf seinen Rücken zu steigen. Mit der Stange konnte David nicht klettern, also steckte er sie durch eine der Maschen und griff in den Zaun. Oben warf er beide Füße zugleich über den Zaun und sprang. Der Junge fiel von seinem Rücken ab. Tote standen mit einem Mal vor ihnen. David suchte auf dem Boden kauernd nach der Stange. Sie war nicht weit. Ein Toter stürzte sich wie ein tollwütiger Hund auf ihn und schlug dabei immer wieder seine Zähne zusammen. David drückte ihn von sich weg und robbte auf dem Rücken liegend zur Aluminium Stange. Christina und Doris konnten nicht fassen, was sie sahen. In welche Todesfalle ließen sie ihren Liebsten da tappen?

Ein zweiter fiel vor seinen Fußenden auf die Knie und versenkte seine Zähne in Davids Wade. Er schrie. Noch nie erlebte er einen so brennenden Schmerz. Mit dem anderen Bein trat er dem Toten ins Gesicht, bis er seinen kräftigen Biss löste und benommen zurück fiel. Er robbte weiter, den Toten abwehrend, der auf ihm lag. Nur noch ein paar Zentimeter. Endlich erreichte er sie und drückte, die Stange waagrecht vor sich haltend, den Toten zur Seite. Wieder auf den Beinen schlug er auf beide ein. Aber wo war der Junge? Das Vorhaben missglückte. Während er mit den Toten kämpfte um selbst nicht getötet zu werden, griffen sich die anderen fünf Toten das Küken.

Es war bereits zu spät Die Fünf umkreisten den Jungen in Form einer Blume. Die wenigen Jahre die er lebte, endeten als Knospe von Blütenblättern umschlossen, verwandelt in eine rote Rose…….

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