Autoren Interview (4)

 

Im Rahmen unserer Blogtour darf ich die äußerst sympathische und talentierte Autorin Janine Zachariae interviewen. Ich hoffe ihr gewinnt ein paar interessante Einblicke in das Leben von Janine.

 

Liebe Janine wir kennen uns ja jetzt schon einige Monate und ich habe dich eigentlich als Leserin und Bloggerin kennen gelernt, nicht ahnend wie viele schöne Bücher du schon geschrieben hast. Magst du uns ein bisschen über deinen Werdegang als Autorin erzählen?

Hallo Liebe Karin,

vielen Dank für dieses Interview. Ich bin sehr auf deine Fragen gespannt und fange direkt mit der ersten an: 

Noch bevor ich in die Schule gekommen bin, habe ich mir Geschichten ausgedacht, um besser einschlafen zu können. Mit sechs Jahren hab ich meine Liebe zur Musik entdeckt und mir auch Fan-Fictions ausgedacht (damals gab es das Wort natürlich noch nicht) und mit acht Jahren hab ich schließlich Kurzgeschichten geschrieben. „Akte X“ war eine große Inspiration für mich und ich erinnere mich, dass ich tatsächlich einige X-Files niedergeschrieben habe. Mit elf Jahren kam für mich eine Wendung und ich lernte William Shakespeare kennen und lieben. „Romeo und Julia“ hatte es mir angetan und die Sonetten in vielen Lebenslagen großen Dienst erwiesen.  Da wusste ich, dass ich Bücher schreiben muss. Es hat mich angetrieben und doch hatte das Schicksal viele Hürden für mich bereitgehalten und erst mit 17 schrieb ich mein erstes Buch, welches ich allerdings noch nicht veröffentlicht habe. Bis zu meinem 20. Lebensjahr hab ich insgesamt vier Bücher geschrieben, von denen allerdings erst eins erschienen ist („Zerrissen – Vom Kummer zerfressen“, 2016). Nach einem weiteren Schicksalsschlag hab ich ein Fernstudium in Journalismus gemacht und natürlich auch beendet. Drei Jahre hab ich nicht schreiben können, bis ich meine Gedanken einfach nicht mehr unterdrücken konnte und wieder angefangen habe. In diesem Jahr (2008) sind die Bücher „Lydia“ und „Verzweifelte Hoffnung“ entstanden. Doch weitere Jahre zogen ins Land, ehe ich den Mut aufbringen konnte meine Bücher auch der Öffentlichkeit zu präsentieren. „Lydia – zerplatzte Träume“ wurde 2015 zu meinem Debütroman.

Während meiner Schwangerschaft, 2011, entstand der erste Teil von „Das magische Armband – Das Symbol“, eine Geschichte, die den Ursprung in einem Traum gefunden hat.

 

 

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Wer ist Janine Zachariae eigentlich? Ist der Name ein Pseudonym oder dein wirklicher Name?

Nein, tatsächlich ist das mein richtiger Name. Sogar mein Mädchenname, wenn man es genau nimmt. Das ist eigentlich sogar eine ganz witzige Geschichte: Mein Mann hat meinen Namen angenommen. Ansonsten hätte ich jetzt Janine Helmerich geheißen. Ich hab an ein Pseudonym gedacht. Doch bevor ich mein erstes Buch veröffentlicht habe, wurde mir bewusst, warum ich das nicht machen kann. Es ist ein schwieriger Name, aber es ist meiner. Er hat eine Geschichte. Aber das ist nur eine Randnotiz, denn der eigentliche Grund war: All jene, die nicht an mich geglaubt haben, die gesagt haben, ich könne nichts. All jene, die auf mir herabgesehen haben und mich auslachten, all jenen wollte ich es beweisen: „Schaut her: Ich habe es durchgezogen. Ich hab an meinen Traum geglaubt und ihn nicht aufgegeben. Egal was war, egal was ist, egal was kommen mag: Vor langer Zeit entstand dieser Wunsch, dieser Traum. Ich wollte Schreiben. Ich wollte Autorin werden. Und ich habe an mich geglaubt. Ich hatte den Mut und hab ‚mein Ding‘ durchgezogen.

Deshalb trage ich stolz den Namen. Denn ich möchte auch, dass meine Eltern stolz auf mich sind.

Download

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Du bist ja glücklich verheiratet und hast einen tollen Sohn. Wie dürfen wir uns deinen Familienalltag vorstellen und wie vereinst du Familie, Beruf und dein Leben als Autorin und Bloggerin?

Oh, ha. Ja. In erster Linie: Ich schlafe sehr wenig, weil ich das Beste aus dem Tag herausholen will. Ich möchte sowohl Schreiben, als auch Lesen, Bloggen, … Doch der Tag hat nur 24 Stunden, wenn ich ihn mit 8 Stunden Schlaf vollstopfe, bleiben noch 16. Der Vormittag geht entweder für die Arbeit drauf oder, wenn ich Glück habe, kann ich meine Videos aufnehmen und hab noch ein paar Stunden zum Schreiben. Gegen eins hole ich meinen Sohn vom Kindergarten ab und in der Regel versuche ich möglichst wenig Online zu sein. Funktioniert nicht immer. Spätestens aber um 20 Uhr schläft mein Sohn und danach kann ich weiter machen (oder meine Serien gucken 😉 )

Zwischenzeitlich komme ich auch meinen Aufgaben als Elternbeiratsmitglied nach und kümmere mich um Eltern, die Probleme haben oder versuche mit anderen Lösungen für anstehende Probleme zu finden.

Zudem bin ich seit fast zehn Jahren verheiratet und so eine Ehe muss auch gepflegt werden.

Und doch muss auch ich mir ab und zu eingestehen, dass ich keine Maschine bin und der Körper ab und an den Schlaf nachholen muss, den er benötigt. Denn die Batterien sind irgendwann aufgebraucht und müssen aufgeladen werden. Aber ich rate jedem davon ab, dies nachzumachen. Denn der Mensch braucht genug Schlaf, um zu funktionieren.

 

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Falls es einige nicht wissen, du bist ja begeisterte Youtuberin, deine Rezensionen sind immer so emotional und man spürt mit jedem Wort deine Liebe zu den Büchern. Wie viel Zeit wendest du für deine Videos auf, machst du sie eigentlich alleine oder hast (brauchst) du Hilfe dabei? 

Ich mache alles alleine. Komplett. Es kommt drauf an, wie oft ich mich verspreche. Manchmal muss ich zehnmal anfangen, ehe ich zufrieden bin, an anderen Tagen aber klappt es direkt beim ersten Versuch. In der Regel plane ich für eine komplette Rezension – schriftlich und per Video – eine Stunde ein, aber oft hab ich mich schon erwischt, wie ich nach zwei Stunden erst mit dem Ergebnis hinreichend glücklich bin. Denn oft benutze ich noch ein Videoprogramm, um das eine oder andere einzubauen.

Wenn ich Specials mache, zum Beispiel mein William Shakespeare Spezial im April, benötige ich den kompletten Vormittag.

Es ist tatsächlich schon vorgekommen, dass ich während ich ein Video zu einem Buch gedreht habe, weinen musste. Ich überlege hinterher oft, ob ich es so lassen soll. Entscheide mich dann aber doch dafür. Das ist Echt. Das bin Ich. Wenn ich aufhöre, mich emotional zu zeigen, kann ich auch aufhören, Videos zu machen.

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Hier findet ihr Janines You Tube Kanal

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Ich kann mich noch erinnern, dass du eine Lesung geplant hattest und dann deine Stimme einige Tage davor komplett weg war. Da habe ich dich wirklich bewundert, dass du „krächzend“ und sicher unter Schmerzen deine Lesung als Video aufgenommen hast. Hattest du nie den Gedanken, das Ganze einfach zu verschieben, ich bin mir sicher jeder deiner Leser und Follower hätte das unter diesen Umständen verstanden. 

Du spricht auf „Jennys Universum“ von Janine Tallot an, denke ich. Eine unglaubliche Geschichte und ich war gerührt und fühlte mich geehrt, als Janine mich gefragt hatte. Janine fand es toll, da es zur Geschichte irgendwie gepasst hatte und ich wollte sie nicht hängen lassen. Deshalb hab ich es gemacht.

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Wenn ich mir deine bisher erschienenen Bücher ansehe, schreibst du nicht nur im Fantasy Bereich. Fällt es dir leicht die Genren zu wechseln oder schreibst du vielleicht manchmal sogar parallel an zwei verschiedenen Büchern?

Nein, ich konzentriere mich wirklich auf eine Geschichte (zumal ich ja auch noch Bücher lese, irgendwann wäre es dann vielleicht doch zu viel und mein Kopf käme nicht mehr hinterher 😉 ). Das bin ich den Protagonisten schuldig. Eine Zeitlang nehmen sie meine Gedanken ein und ich will ihnen den nötigen Raum lassen.

Ich dachte immer, wenn ich ehrlich bin, dass ich im Drama – Genre zu Hause bin. Da ich nur solche Geschichten geschrieben habe. Doch dann kam dieser Traum und ich musste mehr erfahren. Ich wusste sofort, dass es Fantasy werden wird, auch wenn ich etwas gebraucht habe um mich selbst zu finden. Da allerdings meine Protagonistin Maja nichts wusste, haben wir gemeinsam all das herausgefunden. Ich liebe Fantasy Romane, sie lassen einen so viel Spielraum und ich lese und tauche sehr gerne in eine ein.

Während ein Drama schon sehr viel abverlangt, emotional. Man muss oft realistisch bleiben und hat nicht ganz so viele Mittel zur Verfügung.

Stolz bin ich allerdings auf mein historisches Fantasy Drama. Denn in diesem Buch konnte ich mich austoben, musste aber faktisch in der Zeit bleiben. Was eine spannende Reise war.

 

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Da wir ja jetzt schon bei deinen Büchern gelandet sind, verrate mir doch bitte woher du deine Inspiration bekommst? Fließt auch selbst Erlebtes oder im Alltag Beobachtetes in deine Geschichten mit ein oder sind sie reine Fiktion?

Puh, schwierige Frage. Es gibt vieles, was ich in meinen Geschichten verarbeitet habe. Situationen oder Ereignisse, selbst erlebtes und anderes. Aber ich bin eine Beobachterin und Träumerin. Das mag eine seltsame Mischung sein, aber so erhalte ich meine Inspiration. Ich bekomme relativ viel mit und versuche mir alles mögliche einzuprägen. Man kann sich mit mir über unterschiedliche Themen unterhalten und ich komme mit sehr vielen gut zurecht. Das liegt daran, dass ich die Personen vorher beobachte, ich in einer unscheinbaren Position arbeite. Ich unterhalte mich mit vielen und sie öffnen sich mir oft. Ein Kunde hat mir einmal seine sehr emotionale und doch starke Geschichte erzählt, wie er früh seine Mutter verloren hat und die Brüder alles alleine auf die Beine stellen mussten, fünf Jungs und alle haben sie Aufgaben übernommen. Dieser Mann war für das Kochen zuständig und auch fünfzig Jahre später kocht er noch für seine Familie.

Kürzlich war ich beim Frisör (im März, ich geh selten) und selbst die junge Frau hat mir ihre Probleme anvertraut. Warum das so ist, weiß ich nicht. Aber ich stelle einfach nur eine Frage oder mache eine Anmerkung und irgendwie entsteht daraus eine Unterhaltung. Ist manchmal etwas blöd, wenn der Chef das sieht und mir die Kollegen ihr Herz ausschütten.

„Das magische Armband“ ist durch einen Traum entstanden, wie ich bereits erwähnt habe. Ich hab von so unglaublichen Augen geträumt, dass ich mich darin verloren habe. Sie waren mysteriös und geheimnisvoll. Später hab ich diesen Satz „Ich blickte in seine unglaublichen grünen Augen und verlor mich selbst darin“ aufgeschrieben und ihn sehr lange vergessen. Nachdem ich einen wundervollen Sohn zur Welt gebracht habe und er viel geschlafen hat, kam mir dieser Satz in den Sinn. Die grünen Augen hab ich allerdings dem Mädchen gegeben, da sie besser zu ihrem Charakter gepasst haben. Und aus diesem einen Satz und seltsamen Traum ist eine Trilogie entstanden und schließlich sogar noch die Vorgeschichte.

Träume sind wichtig. Sie zeigen uns etwas Wertvolles. Vielleicht nicht jeder, aber doch verbirgt sich hinter einem Traum etwas Einzigartiges, man muss nur den Mut haben, sich an ihn zu erinnern.

 

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Ich habe dich ja als liebenswerte, sympathische und offene Person kennen gelernt, aber wenn es um deine Bücher geht, drängt sich mir der Eindruck auf, dass du manchmal völlig unnötig Zweifel hast. Stimmt das und wenn ja wie gehst du damit um?

Ich bin eine sehr unsichere Person und zweifel im Grunde ständig an mir. Ich versuche es zu vermeiden, dass ich mich aufdränge.

Ich liebe meine Bücher, so ist es nicht. Habe mit ihnen schließlich sehr viel Zeit verbracht. Aber nur weil ich sie mag, muss es anderen ja nicht so ergehen. Oft brüte ich nachts darüber und weiß nicht, ob das, was ich mache, gut ist. Ob es reicht. Vielleicht unterstütze ich deshalb andere Autoren. Wenn ich ein Buch gelesen habe und es ist wirklich umwerfend, dann zeige ich es auch öfters. Besonders wenn es Bücher von eher unbekannten Autoren sind.

Zudem helfe ich, wo ich nur kann. Dadurch, dass ich so viele Fehler gemacht habe, kann ich anderen Ratschläge geben, um genau diese zu vermeiden. Vanessa Pätzold, die gerade ihr Debüt herausgebracht hat, habe ich während der gesamten Zeit so gut es geht unterstützt und alles gelesen, was sie mir geschickt hatte. Das mache ich auch bei anderen Freunden, die entweder etwas wissen wollen oder meine Meinung erfahren möchten.

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Du verlegst deine Bücher alle als Selfpublisher, das heißt du bist Verlegerin, Finanzier, Marketing- und Werbeprofi, Grafikerin und Autorin in einer Person. Wie kam es zu der Entscheidung selbst zu veröffentlichen? Besteht der Wunsch nach einem Verlagsvertrag dennoch oder bist du so ganz zufrieden?

Ganz ehrlich? Mit meinen Jugendbüchern habe ich mich damals auf Verlagssuche begeben. Mit 18 dachte ich, die Welt wartet auf eine Geschichte, die ich mir ausgedacht habe. Die Absagen hab ich heute noch. Manche haben sich damals die Mühe gemacht, andere nicht.

Als ich schließlich soweit war, mein Buch freizulassen, hab ich mich natürlich wieder erkundigt. Aber ich wusste, es würde unmöglich werden. Deshalb hab ich mich für diesen Weg entschieden.

Wenn ein Verlag zu mir kommen würde, wäre das sicherlich wundervoll. Doch wie viel müsste ich dann von meinem Buch opfern? Ich gestalte gerne meine Cover selbst und hab auch das von Vanessa Pätzold gemacht. Ob ich talentiert bin, kann ich nicht sagen. Aber ich liebe es mich kreativ auszutoben. Früher hab ich gemalt, doch nachdem ich es aufgegeben habe, brauchte ich ein neues Ventil. Neben dem Schreiben, erstelle ich auch gerne Trailer – hab ich auch schon für andere Autoren gemacht.

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Da ich mich ja mit dem Thema Selfpublishing schön öfters beschäftigt habe, weiß ich, dass es für euch Selfpublisher eine ganz schöne Gratwanderung sein kann Leser zu erreichen und den doch auch angestrebten Verkauf der Bücher zu erhöhen. Wie handhabst du das denn?

Oh, ja. Jedes Buch, welches ich verkaufe (eBooks, Taschenbücher verkaufen sich sehr schlecht), ist eins, was mir ein gutes Gefühl gibt. Es ist doch so: Eine Person hat sich entschlossen, mein Buch zu kaufen. Meins. Unter all denen, die es auf dem Markt gibt, hat eins meiner Bücher den Weg zu dieser Person gefunden. Irgendwann wird dieser Mensch das Buch eventuell sogar lesen und hat sich Zeit genommen. Einige Stunden waren meine Protagonisten ein Teil von demjenigen, haben seine Gedanken eingenommen und vielleicht auch mehr. Wenn ich einen Leser begeistern oder erreichen konnte, dann ist es wundervoll. In jedem meiner Bücher versuche ich etwas zu vermitteln und vielleicht sogar zu helfen.

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Wie gehst du eigentlich mit Anfragen zu freien Rezensions Exemplaren um? Welche Erfahrungen hast du damit gemacht? Sind Rezensionen oder Aktionen von Bloggern für dich hilfreich?

Hier kann ich von beiden Seiten berichten. Als Autorin habe ich Angst, dass das Buch am Ende zerrissen wird (was schon geschehen ist) und scheue mich auch vor Leserunden.

Als Blogger nehme ich gerne Rezensionsexemplare an.

Blogger sind enorm wichtig für einen (unbekannten) Autor. Blogger, die nicht nur den Mainstream bevorzugen (nicht falsch verstehen, meine Lieblingsbücher sind aus diesem Bereich), sondern auch einem Selfpublisher eine Chance geben, können dem Autor sehr viel mehr geben, als sie glauben oder als andere vermuten. So ein Blog wird geteilt, besucht und landet auch auch Google. Es ist ein öffentlicher Ort, wo sich viele Leser hin begeben und diese finden vielleicht genau diesen Beitrag so spannend, dass sie das Buch kaufen.

Wenn ich über eins Blogge, dann muss ich oftmals viele Fragen zu beantworten und oft wird es dann auch gekauft.

Ob es mir, als Autorin, weiterhelfen wird? Das kann ich wohl erst in der Zukunft sehen. Doch eins ist sicher: der Blogger (die Bloggerin, sorry) hat sich hingesetzt und eine Rezension verfasst. Sie hat sich Zeit genommen und ihre Worte sorgfältig ausgewählt, ohne zu spoilern (auch wenn das nicht immer funktioniert und oft einfach zu viel verraten wird). Ich weiß, wie viel Arbeit hinter einem Beitrag stecken kann und ich weiß, was es bedeutet.

In diesem Fall hat sich jemand noch einmal intensiv damit beschäftigt und die Charaktere für eine Weile bei sich behalten.

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Ich könnte dir ja 100 Fragen stellen liebe Janine, aber ich will dich ja nicht vom Schreiben abhalten, denn wir warten ja alle auf neues Lesefutter aus deiner Feder. Wie steht es da momentan, bist du gerade dabei ein neues Buch zu schreiben oder vielleicht sogar schon fertig oder müssen wir uns doch länger gedulden bis wir ein neues Exemplar in Händen halten dürfen?

Nachdem ich im März „Verzweifelte Hoffnung“ herausgebracht habe, brauchte ich erst einmal eine Pause. Im April hab ich also gelesen und viel gebloggt. Videos gemacht und hatte sowieso viele andere Termine, neben der Arbeit.

Und doch hatte ich schon lange eine Geschichte im Kopf, die ich gedanklich schon so gut wie fertig hatte, bevor ich auch nur ein Wort niederschreiben konnte. Im Mai hab ich mich wieder vor ein leeres Blatt gesetzt und diese Geschichte begonnen. Weit bin ich noch nicht, aber zufrieden, da ich nicht täglich schreiben kann.

Der Arbeitstitel lautet „Marinette“ und wird wieder mehr im Fantasy Bereich zu finden sein. Ich freue mich richtig darauf, sie wachsen zu sehen. Auch wenn ich  viel recherchieren muss und mich manchmal darin verlieren kann, so bin ich gespannt, ob ich meine Ideen so umsetzen werde, wie ich es mir vorstelle. Denn obwohl ich den Grundriss schon im Kopf habe, so muss ich wieder einmal feststellen, dass meine ‚Marinette‘ etwas anderes vorhat und mich zwingen lässt, sie einfach machen zu lassen. Sie muss sich entfalten und ihren Weg finden, genauso wie ich mich in eine neue Rolle begeben muss. Denn das ist etwas, was mich immer wieder fasziniert – auch beim Lesen: wie entstehen nur all diese Gedanken? Woher kommen sie und wieso sind sie überhaupt vorhanden? Ich habe manchmal keine Ahnung. Ich wusste nicht, dass ich so eine Geschichte wie „Verzweifelte Hoffnung“ überhaupt schreiben kann. Sie ist zwar Fiktion, aber es gibt Szenen, bei denen ich einfach aufhören musste zu schreiben. Weil ich während des Schreibens geweint habe und ich mich gefragt habe, ob ich diese Stelle wirklich so lassen soll.

 Ich hab eine ganze Welt mit Jalia (lernt man im dritten Teil von „Das magische Armband“ und in „Henry“ kennen) erschaffen und eine neue Form der Unsterblichkeit.

Für mich ist das etwas sehr Großartiges. Das mag für andere nicht so sein, aber ich finde, jeder, der ein Buch bis zum letzten Wort geschrieben hat, kann stolz auf sich sein. Man hat etwas beendet und nicht mittendrin aufgehört. Das ist ein tolles und einzigartiges Gefühl. Unter der ersten Fassung ein ‚Ende‘ zu setzen, ist berauschend. Natürlich dreht sich das Rädchen weiter, unaufhaltsam, schließlich muss viel gemacht werden und die eigentliche Arbeit beginnt erst danach, aber dieses erste Gefühl ist etwas, was ich immer wieder genieße: es ist geschafft. Die Charaktere haben mich nicht im Stich gelassen und ich konnte mehr aus ihnen herausholen – oder auch nicht. Je nach Sichtweise. Meine neue Geschichte strebe ich für Herbst an. Aber weitere Projekte sind bereits im Kopf und in Stichpunkten aufgeschrieben. Doch erst einmal hat Marinette den Vorrang.

Title (2)

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Vielen lieben Dank Karin für dieses tolle Interview. Ich konnte mich mal wieder nicht bremsen und hab wahrscheinlich viel zu viel geschrieben. Aber das bin ich.

Ganz liebe Grüße, Janine

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Liebe Janine, ich habe zu danken, erstmals für dieses schöne Interview, die Zeit die du dir dafür genommen hast und vor allem für die tolle Zusammenarbeit im Rahmen unserer Blogtour. Du kannst sehr stolz auf dich als Autorin und natürlich als privat Person sein, und zweifle nicht so viel, du machst das sehr gut. Ich wünsche dir, dass ganz viele Leser auf deine wunderschönen Bücher aufmerksam werden und uns wünsche ich eine hoffentlich weitere gute Zusammenarbeit. Ganz liebe Grüße, Karin und die Bloggermädels Manu, Kerstin, Shari und Franzi.

 

 

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4 thoughts on “

  1. Ganz wundervolle Worte und ein wieder gelungener Beitrag und ihr habt das alle echt wundervoll gemacht, das mir wirklich was fehlen wird! 😉

    VLG Jenny

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