CONFISERIE (2)

 

Viele von euch kennen sicher die Bezeichnungen Confiserie, Konditorei und Patisserie. Wisst ihr aber auch, was sie bedeuten bzw wer was erzeugt? Nein? Dann seid ihr bei mir an der richtigen Stelle, denn ich möchte euch in meinem heutigen Beitrag etwas über die Confiserie und Co. erzählen.  

 

Patisserie

 

Zuerst einmal kommen wir zur Patisserie. Diese ist eine Abteilung einer Küchenbrigade in der Gastronomie. In großen Hotels aber auch in Restaurants gibt es Patissiers die nur für die Erzeugung der Süßspeisen zuständig sind. Meist sind das Köche / Köchinnen die eine Zusatzausbildung für die Herstellung von  Desserts, Kuchen und auch Eis gemacht haben. Sie sind jedoch keine gelernten Konditoren ( in Österreich auch „Zuckerbäcker“), diese arbeiten in Konditoreien, Bäckereien als Angestellte oder auch Selbständig als Unternehmer.

 

Patisserie (1)

 

Österreich ist weltberühmt für seine Konditoreien und all die wunderbaren, wohlschmeckenden Süßigkeiten . Was versteht man aber unter einer Konditorei? Streng genommen ist sie ein Handwerksbetrieb, da in der Backstube von einem Konditor , auch Zuckerbäcker oder Feinbäcker genannt, in reiner Handarbeit die köstlichsten Mehlspeisen, Torten, Kuchen, Kekse, Pralinés, Petits Fours , Eis, sowie Saisonware wie Lebkuchen, Striezel (Hefezopf), Krapfen (Berliner) etc. erzeugt wird. Das Wort Konditor stammt vom lateinischen condire ab und bedeutet einlegen, würzen, lecker zubereiten. Eine Sonderform des Konditors ist der Chocolatier, der sich mit der Herstellung von Schokolade, Schokoladenerzeugnissen sowie Glasuren beschäftigt.Vielleicht kennt ihr sogar die ausgezeichnete Schokolade eines mittlerweile berühmten Feldbachers (meine Heimatstadt), nämlich den Chocolatier Josef Zotter, der seine Zotter Schokolade in die ganze Welt exportiert. In Österreich gibt es außerdem die Möglichkeit der Doppellehre als Konditor und Bäcker, somit kann man auch Brot und Gebäck erzeugen und verkaufen. Oft ist an eine Konditorei ein Cafe angeschlossen, so dass man gleich an Ort und Stelle all die süßen Köstlichkeiten in Kombination mit einem guten Kaffee genießen kann.  

 

Patisserie (2)

 

Und nun zur Confiserie die auch eine große Rolle in Sandra Pulletz Buch „Konfekt mit Zucker-Kuss“ spielt. Confiserie kann man mit Zuckerware, Süßwarengeschäft oder auch Süßwarenladen übersetzen. In Österreich werden Konditorei und Confiserie nicht immer getrennt, da beides von Konditoren betrieben wird. Es gibt allerdings einen Unterschied in den Angeboten. Findet man in der Konditorei alle Arten von Mehlspeisen, Feingebäck sowie Eis, bietet die Confiserie hauptsächlich leckere Pralinés, Petits Fours und Teegebäck  an.  Auch außerhalb Österreichs sind hier die Sacher Torte, Sacher Pralinen, Mirabell Salzburger Mozartkugeln und einige mehr sehr beliebt. Zu den ebenfalls bekannten Marken zählen Lindt/Sprüngli (Lindor in verschiedenen Ausführungen), Ferrero (Mon Cheri, Ferrero Rocher, Raffaello…), Milka Pralinen, Belgische Pralinés (Guylian Meeresfrüchte, Neuhaus, Leonidas…) und After Eight aus Großbritannien.

 

Patisserie (3)

 

Die Geburt der Praline wird dem 17. Jahrhundert nachgesagt. Einer Legende zufolge wurde das erste Dessert aus Mandeln und flüssigem Zucker am Hofe des Französischen König Louis XIV kreiert.Die Erfindung dieser Delikatesse wird dem Küchenchef des französischen Feldmarschalls Comte du Plessis Praslin zugeschrieben. Der Küchenchef nannte seine Kreation „Praslines“, zu Ehren seines Feldmarschalls. Seither servierte der Feldmarschall diese Köstlichkeiten nicht nur um der französischen Damenwelt Freude zu bereiten, sondern auch um schwierige diplomatische Verhandlungen aufzulockern. Bis zur Herstellung feinster Schokoladepralinen, wie wir sie heute kennen, dauerte es jedoch noch. Erst 1879 war es Rodolphe Lindt mit seiner bahnbrechenden Veredelungsmethode der die Schokoladeherstellung revolutionierte. Seine Erfindung, die Conche, verhalf der Praline zu ihrem kostbarem Glanz und ihrem besonders feinen Schmelz.

 

Patisserie (5)
Eine Praline muss zu mindestens 25 % aus Schokolade bestehen und mit einem Bissen im Mund des Genießers verschwinden. Weniger Schokolade oder ein größerer Happen, und der Leckerbissen trägt den Namen Konfekt.

Rund, eckig, süß, würzig, mit oder ohne Schwips jeder kann Pralinen und Konfekt auch selbst zubereiten. Eine sehr gute Anleitung dazu findet ihr auf ichkoche.at in der  Themenwelt Pralinen / Konfekt.  Viel Spaß beim Ausprobieren und Genießen!

 

Patisserie (4)

 

Zum Abschluss möchte ich euch noch einige Fotos zu den einzelnen Punkten zeigen. Und denkt daran, dass man sich guten Gewissens ab und zu mit einem dieser verführerischen Schokoladeköstlichkeiten selbst verwöhnen darf und soll. Danke, dass ihr mich bei diesem Beitrag begleitet habt. Alle Beiträge findet ihr auch auf Facebook unter folgenden Links Zauberhafte Magie der Buchstaben und Blogtour Konfekt mit Zucker-Kuss

 eure Karin  ❤ 

 

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