Rezension zu „Sind drei einer zuviel“ 

Autor:  Helen Marie Rosenits     screenshot_2017-04-30-02-51-28_1493513650755.jpg

Verlag: BoD (Books on Demand)

Seiten:  576

ISBN:  978-3741284861

Preis:  TB 16,99 €  E-Book 8,99 € bei Amazon

Erschienen: 19. August 2016

Klappentext:

Ein Herzinfarkt, der das Leben abrupt zum Stillstand bringt, den bisherigen Weg in Frage stellt und zum Nachdenken zwingt. Hanna Holzbacher hat kein Geld für psychologische Betreuung und sieht nur einen Weg das Chaos im Kopf zu ordnen: Sie greift zum Stift bzw. zur Tastatur. Ihr Mann Bernhard, gestählt in dreißig Jahren Ehe, unterstützt sie nachsichtig auf ihrem Selbstfindungstrip. Und ein junger Verlag, auf die Best Ager fokussiert, akzeptiert nicht nur ihr Manuskript, sondern macht sie zu einem Aushängeschild, speziell betreut von Paul Santner. Für den unerwarteten Erfolg ihres Buches erhält Hanna als Geschenk eine Einladung zu einer Reise, damit beginnt das Karussell sich zu drehen.

Meine Meinung:

Das romantische Cover und der Klappentext haben mich sofort angesprochen. Erwartet man einen leicht schnulzigen Liebesroman mit einer nicht mehr ganz so jungen Frau, wird man schnell eines besseren belehrt. In diesem Buch gibt es drei Protagonisten die wichtig sind. Erstmals das Ehepaar Hanna und Bernhard Holzbacher und den Autor und Autorenbetreuer Paul Santner. Hanna habe ich von Anfang an in mein Herz geschlossen. Schon als Kind eine Außenseiterin, später als junge Frau, die nicht dem üblichen Schönheitsideal entsprach, erging es ihr leider auch nicht viel besser. Obwohl sie Jura studierte, fand sie keinen Job, musste sich manch böse Bemerkung anhören. Ihren Mann Bernhard lernte sie bei Gericht kennen als beide dort arbeiteten. Bernhard der ihr anfangs nur helfend beistand, verliebte sich in diese schüchterne, etwas mollige, doch so liebevolle und kluge Frau. Gemeinsam haben sie so manchen Schicksalsschlag ertragen, bis zum Zeitpunkt von Hannas Herzinfarkt. Er hat etwas in ihr ausgelöst, sie dazu gebracht ihr Leben zu überdenken und ihr Leben in neue Bahnen zu lenken. Und zu diesem neuen Leben gehörte dann auch plötzlich Paul Santner. Zuerst vom Verlag als Betreuer an ihre Seite gestellt, damit sie als Frischling nicht unter die Räder kommt, kam es zu manchem Wortgefecht zwischen ihnen, da Paul eigentlich genervt von ihr war. Bis…… ja bis etwas geschah, allerdings müsst ihr dafür dieses wunderbare Buch selber lesen, denn alles verrate ich euch natürlich nicht. 

Mein Fazit:

Dieser Roman hat mich sehr berührt, sowohl die Geschichte von Hanna vor ihrem Bucherfolg als auch alles was danach geschah konnte ich mir wirklich vorstellen und habe mit ihr mitgefühlt. Der Schreibstil von Helen Marie Rosenits unterscheidet sich wohltuend vom üblichen Mainstream, man merkt mit welchem Herzblut und Engagement sie diesen Roman geschrieben hat und als Leser fliegt man begeistert über die Seiten und kann das Buch fast gar nicht mehr aus der Hand legen. Auch wenn Hanna eine Frau mit 50+ ist, möchte ich dieses Buch doch jeder Frau empfehlen, egal welchen Alters sie ist, denn in Situationen wie sie Hanna erlebt kann jede von uns kommen. Gerne vergebe ich für diesen schönen und unterhaltsamen Roman 5 ***** und freue mich auf die Fortsetzung mit Band 2 „Liebe und andere Stolpersteine“. 

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6 thoughts on “

  1. Mit deiner Rezi hast du mich sprachlos gemacht und zu Tränen gerührt, weil du nicht nur den Inhalt mitsamt seiner vielen Facetten so perfekt analysiert hast, sondern auch dieses (bewusste) Abdriften vom Mainstream so zu schätzen weißt. Ich habe keinen ‚modernen‘ Sprachstil, obwohl ich diesen sicher ’nachschreiben‘ könnte. Doch was wäre schon eine Kopie oder ein Plagiat? Es wäre nicht ich. – So wie Hanna ‚ungewöhnlich‘ ist, ist es auch die Autorin. Individualität ist heute offenbar nicht gefragt, weshalb der (in monetären Kategorien ausgedrückte) Erfolg vermutlich ausbleiben wird. Umso mehr schätze ich Leser/-innen, die die richtige Intuition und das spezielle Gefühl für den ‚Plot‘ aufbringen. Ich bedanke mich bei jedem einzelnen von ihnen, sich mit meinem Buch (bzw. meinen Büchern) auseinander zu setzen. Liebe Grüße, Helen Marie

    Gefällt 1 Person

    1. Geschmäcker sind verschieden, doch habe ich als Self-Publisherin versucht, die Cover dem jeweiligen Inhalt anzupassen und ein Sujet zu verwenden, an dem mir allein die Rechte zustehen und das nicht so auswechselbar wirkt. – Was den Klappentext betrifft, kann er bestenfalls ein Amuse bouche sein, doch nie die verschiedenen Ebenen des Buches total ausloten. – Die Rezension jedoch schafft es auf ideale Weise, das Bemühen der Autorin ins rechte Licht zu rücken. Es ist nicht nur eine Geschichte, sondern ‚erzähltes Leben‘ vermischt mit Romantik, Träumen, Sehnsüchten, Ernst und auch Philosophie. – Meine Bücher sind nicht Fastfood, sondern ein sorgfältig zusammengestelltes Menü, das nicht jedem/jeder schmecken wird, dessen bin ich mir bewusst.

      Gefällt 2 Personen

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