Das Aquarium

 

Autor:      Franziska Lange 51llbpcxq3l-_sx334_bo1204203200_

Verlag:    SadWolf Verlag

Seiten:     220

ISBN:      978-3946446262

Preis:      Taschenbuch 12,99 € Kindle 5,49 bei Amazon 

Erschienen: 20. Dezember 2016 

Klappentext:

Man könnte sagen, George ist ein Mensch des 21. Jahrhunderts. Der Webdesigner verbringt 18 Stunden täglich vor dem Computer, kommuniziert per E-Mail, hat drei Fernseher gleichzeitig laufen und vereinbart Termine per Whats App. Aber George ist ein Einsiedler. Er lebt und arbeitet in einem Hamburger Loft in selbstgewählter Isolation. Er hat seit 2 Jahren seine Wohnung nicht mehr verlassen, da er unter Panikattacken leidet. Nur sein Kater Dr. Van Helsing teilt sein Leben mit ihm. Alles was er braucht bekommt er online. eines Tages platzen mehrere Menschen in sein Leben. Vivian die Pizzabotin, Paddy ein ewiger Student, der sein Untermieter wird, Emma Paddys Schwester und Carla eine Freundin von George kommt aus Afrika zurück. Das Buch ist eine Geschichte über Nähe, Isolation, Anoymität, Freundschaft und Selbstfindung.

Meine Meinung:

Das Buch von Franziska Lange ist in einem sehr erfrischenden, neuen Schreibstil verfasst, mit teilweise sehr kurzen Sätzen, manchmal nur einzelnen Wörtern und später wieder in längeren, ausführlicheren Sätzen, ganz dem Zustand von George angepasst. Die Autorin lässt George seine Geschichte selbst in der Ich-Form erzählen und somit hat man den Eindruck  Teil der Geschichte zu sein. Ich fand es flüssig zu lesen und die aktuelle Thematik ist in den ersten und letzten Kapiteln sehr gut beschrieben. Zwischendurch war es für mich als ehemalige Erkrankte teilweise schwer nachvollziehbar wie George agierte, aber ich wurde auch in einigen Abschnitten ganz in diese Zeit der Panikattacken zurückgeführt so realistisch waren sie beschrieben.  Ich fand es gut, dass wir einiges aus Georges Vergangenheit erfahren durften, gerne hätte dieser Teil noch ausführlicher sein können, wobei manche Ereignisse zu seiner Erkrankung geführt haben dürften. George überwindet manches Hindernis, gewinnt neue Freunde und bekommt langsam wieder ein verändertes Lebensgefühl. Auch im Verlauf des Buches erleidet George erneut Verluste, allerdings geht er diesmal nach einer Trauerphase gestärkt daraus hervor und versucht sein Leben wieder zu normalisieren. Ob und wie ihm das gelingt müsst ihr selber lesen. Ich bin sehr froh, dass durch das Buch Einblicke in den Alltag eines an Panikattacken Erkrankten gegeben werden und der Leser sieht, dass es sich um eine reale Erkrankung handelt und nicht wie leider viele noch immer denken, man sich die Symptome  einfach nur einbildet. Das Buch war für mich spannend und fesselnd geschrieben, und ich habe es in  zwei Tagen ausgelesen.  Wenn man nicht nur 08/15 Geschichten sondern auch bücher mit einer etwas schwierigeren Thematik lesen will, kann ich „Das Aquarium“ wirklich empfehlen. Von mir gibt es für das Buch  4 ****

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