Beziehungsstatus Kompliziert

Autorin: Lina Labert  wp-1483155475386.jpeg

Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform

ISBN-13: 978-1539182757

Seiten: 294

Preis: Taschenbuch 9,90 €  Kindle: 3,99 €  bei Amazon

Erschienen: 30. September 2016 

Klappentext:  

Schlimm genug, dass Julie (21) mit einer nicht nachvollziehbaren Inbrunst den halbseidenen Faulpelz Hans Dieter, genannt „Diddel“ liebt, aber seine unsterbliche Männerfreundschaft mit dem von Julie verhassten Rene Krieger, genannt „die Handtasche“, setzt der Geschichte die Krone auf. Julies Leben wird zu einem nervenaufreibenden Tanz zu dritt. Da helfen nur gute Freundinnen, die mit ebenso großen Flaschen ihr Leben vergeuden, sowie Unmengen von Sekt und glibbrigen Weingummitieren. Das Ende kommt, wie es kommen muss… Laut Autorin ist diese Geschichte ein Buch mit Roadmovie- und Kultcharakter und die Story eine lustige Zeitreise in die Neunziger Jahre, die allen die Frage beantwortet, wie die Menschheit es eigentlich geschafft hat, ohne Smartphone zu überleben.

Meine Meinung:   Ich bin mit großen Erwartungen an dieses Buch ran gegangen, da ich in den späten 80ern und frühen 90ern meine „Sturm- und Drangzeit“ hatte. Auf den ersten Seiten fand ich es noch ganz witzig, manchmal etwas langatmig, aber leider  wurde es mit jeder Seite immer mehr zu einer Enttäuschung für mich. Julie tat mir anfangs noch leid, doch muss ich sagen, dass sie mich immer mehr nervte, sie benahm sich nicht wie eine 21jährige junge Frau sondern eher wie ein Teenager mit 15 oder 16. Sie erschien mir in vielem total unreif und naiv. Vor allem verstand ich nicht, dass sie sich von ihrem arbeitsscheuen und auch sonst nicht sehr sympathischen Freund herumkommandieren ließ und sich wohl oder übel damit abgefunden hatte, dass Diddels bester Freund Rene ihm wichtiger war als seine Freundin. Einige Aktionen die er sich Julie gegenüber erlaubte, hätte ich persönlich niemals geduldet und ich war  fast im gleichen Alter zu der Zeit wie Julie. Genauso unverständlich für den Leser empfand ich die Nacht- und Nebelaktion von ihrer Freundin Tanja und Julie, als Tanja  ganz heimlich aus der gemeinsamen Wohnung mit Rene auszog und sich quasi versteckt hat. Damit so etwas passiert, muss es doch größere, schlimmere Konflikte zwischen Tanja und Rene gegeben haben, leider erfahren wir nicht den Grund des Auszugs. Als sich Julie dann endlich doch von Diddel trennt wirft sie sich irgendwie jedem Typen an den Hals da sie denkt sie sei verliebt. Manchmal waren ein paar sehr komische Szenen eingebaut, die die Geschichte dann doch noch etwas raus reißen konnten, aber für mich persönlich waren die Protagonisten zum Großteil nervig und ihre Reaktionen oft nicht nachvollziehbar und vor allem fehlte mir das Flair der 90er. Es tut mir sehr leid, da die Autorin Lina Labert eine sehr nette und sympathische Person ist und ich ihr wirklich wünschen würde, mit ihren Büchern Erfolg zu haben. Vielleicht habe ich einfach auch nur zuviel erwartet, denn andere Leser fanden das Buch viel besser. Ich denke, jeder muss sich ein eigenes Bild von diesem Buch machen, sollte die Autorin wie in der Leserunde in Aussicht gestellt, das Buch überarbeiten, kann ich mir vorstellen es nochmals zu lesen um einen Vergleich zu haben. Ich vergebe 3 ***

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2 thoughts on “

  1. Schade, dass das Buch doch nicht so toll ist 😦 Der Titel klingt ganz witzig, aber die von Dir angesprochenen Dinge würden mich auch nerven bei einem Buch.

    Wenn ich Dir einen Tipp geben darf: Du verrätst relativ viel, was passiert, etwa dass es zu einer Trennung kommt. Manche Leser stören sich an solchen Spoilern, daher würde ich an Deiner Stelle versuchen, allgemeiner zu formulieren, so wie Du es beim Verhalten der Protagonisten auch gemacht hast. Man kann vieles ja auch erklären, ohne Beispiele zu nennen, etwa indem man schreibt, dass die Entwicklung nervig, nicht nachvollziehbar, etc, war. Hier machst Du das ja auch super, ohne zu viel zu verraten: „Einige Aktionen die er sich Julie gegenüber erlaubte, hätte ich persönlich niemals geduldet und ich war fast im gleichen Alter zu der Zeit wie Julie. “

    Liebe Grüße

    Claudia

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